| Rickie
Lee Jones Reviews Jena |
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Mit ihrer neuen CD und einer Tournee, auf der sie von einer auserlesenen Formation amerikanischer Sessionmusiker begleitet wird, startet Rickie Lee Jones mittlerweile in das vierte Jahrzehnt ihrer Karriere. Bereits mit dem Debut-Album "RLJ" und den darauf enthaltenen Hits "Chuck E's in Love" und "Youngblood" erlangte sie 1978 aus dem Stand heraus Weltruhm und bekam im selben Jahr den Grammy als Bester Newcomer'. Schon zuvor genoss sie in der Musikszene von Los Angeles den Ruf einer "Musicians Musician", denn ihr Talent, eigene Songs zu schreiben und Fremdkompositionen so zu interpretieren, als wären sie eigens für sie komponiert worden, blieb den Kollegen nicht verborgen, auch wenn sie zunächst nur in kleinen Clubs auftrat. So war es kein geringerer als Lowell George (Little Feat), der sie bei seiner Plattenfirma (Warner Bros.) unterbrachte - Dank für zwei Songs, "Last Chance Texaco" und "Easy Money", die sie für ihn geschrieben hatte. Album Nr.2, "Pirates", beeinflusste Anfang der 80er Jahre nicht unerheblich den Westcoast-Sound, denn plötzlich wollten alle so arrangieren wie Rickie Lee Jones, die sich auf dem folgenden Mini-Album "Girl at her volcano" (1983) nochmals steigerte. Die darauf enthaltene Fassung von "My funny valentine" gilt bis heute als definitive Interpretation des Klassikers. Die nächsten Jahre waren geprägt von mehreren Welttourneen und der Geburt ihrer Tochter. Rickie Lee Jones ließ sich in Paris nieder und veröffentlichte erst 1988 "Flying Cowboys", produziert von Steely Dan's Walter Becker. Ihren zweiten Grammy bekam sie 1990 für das Duett "Makin' Whopee" (mit Dr. John). Immer
auf der Suche nach neuen Ideen, mit denen sie das eigene musikalische
Universum erweitern konnte, verwirklichte sie 1991 "Pop Pop",
ein Album geprägt von der Musik Argentiniens und dem spezifischen
Klang des Bandoneons. 1993 ging sie mit Leo Kottke, Brian Setzer und
Syd Straw ins Studio; das besonders in Gitarristenkreisen stark beachtete
Ergebnis hieß "Traffic from Egal ob Pop, Jazz oder Rhythm'n Blues, entscheidend für diese Ausnahmekünstlerin war nie eine bestimmte Stilrichtung, sondern die Inspirationen, die hinter den jeweiligen Songs standen. Insofern gibt es für ihre Musik auch nur eine Bezeichnung: 100% Rickie Lee Jones! |
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